17 Radler, ein Turmberg und jede Menge Spaß!

17 Radler, ein Turmberg und jede Menge Spaß!

60 % Regenwahrscheinlichkeit? Pah! Der Wetterbericht hatte offenbar mal wieder Lust auf Drama. Was als potenziell feuchte Angelegenheit angekündigt war, entpuppte sich nämlich als Sonnentag vom Feinsten!

✅ Regenjacke? Nicht gebraucht.

✅ Sonnenbrille? Unbedingt!

✅ Gute Laune? Sowieso!

Damit waren die Voraussetzungen für unsere E-Bike-Tour zum Turmberg geradezu perfekt.

Mit insgesamt 17 bestens gelaunten Radlerinnen und Radlern starteten wir in Helmsheim. Die Stimmung war bestens, die Akkus waren voll – und zumindest zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass ein Akku später seine ganz eigene Meinung zum Thema Tourlänge entwickeln würde.

Unsere Tour führte uns zunächst nach Obergrombach. Von dort ging es über den wunderschönen Sohlweg bergab nach Weingarten. Entlang des idyllischen Walzbachs radelten wir weiter und konnten immer wieder herrliche Ausblicke genießen.

Die Landschaft zeigte sich von ihrer allerbesten Seite und spätestens hier war klar: Wir hatten wettertechnisch den Jackpot gezogen! Von Regen keine Spur – dafür Sonne satt. Der Wetterbericht dürfte an diesem Tag jedenfalls nicht gerade seinen besten Arbeitstag gehabt haben.

Vorbei am Weingartener Moor ging es weiter nach Grötzingen und schließlich Richtung Turmberg. Nun kam der Moment, in dem sich unsere E-Bikes endgültig als hervorragende Investition erwiesen.

Der Anstieg zum Turmberg ließ sich dank elektrischer Unterstützung erstaunlich entspannt bewältigen. Während man bei einem normalen Fahrrad vermutlich schon über eine kleine Verschnaufpause, ein Sauerstoffzelt oder zumindest eine diplomatische Verhandlung mit dem Berg nachgedacht hätte, konnten wir locker weiterfahren. Und das Beste: Es blieb sogar noch genügend Luft für Gespräche, flotte Sprüche und jede Menge Lacher!

Turmberg erreicht – Aussicht inklusive! Oben angekommen hieß es erst einmal: Pause! Wir haben schließlich Großes geleistet.

Die Turmberg-Ruine und die große Aussichtsterrasse belohnten uns mit einem fantastischen Blick über Durlach, Karlsruhe und die Rheinebene. Bei diesem Panorama durfte natürlich das obligatorische Beweisfoto nicht fehlen. Schließlich muss später eindeutig dokumentiert sein, dass wir tatsächlich auf dem Turmberg waren – und nicht einfach nur irgendwo gemütlich im Biergarten gesessen haben.

Eigentlich war eine Einkehr im Schützenhaus auf dem Turmberg geplant. Doch dann mussten wir feststellen, dass die aktuellen Öffnungszeiten offenbar vom Gesundheitszustand des Besitzers abhängen. Eine zuverlässige Reservierung für 17 hungrige Radlerinnen und Radler wurde damit eher zur sportlichen Herausforderung. Also hieß es: Plan A adé – Plan B muss her!

Zum Glück hatten wir mit dem Restaurant Vogelpark in Berghausen eine richtig schöne Alternative gefunden. Und nach dem Turmberg-Abenteuer war die Einkehr dort genau das Richtige.

Im gemütlichen Biergarten wurden kühle Getränke bestellt und natürlich die beim Radeln mühsam verbrannten Kalorien unverzüglich und gewissenhaft wieder aufgefüllt. Schließlich gilt bei einer E-Bike-Tour eine wichtige Grundregel: Man darf niemals mit einem Kaloriendefizit nach Hause kommen!

Gut gestärkt und bestens gelaunt hieß es anschließend: Zeit für die nächste Etappe!

Auf unserer Weiterfahrt legten wir in Berghausen noch einen besonderen Zwischenstopp im Skulpturengarten von Pavel Miguel ein. Der kubanisch-deutsche Bildhauer ist bekannt für seine ausdrucksstarken und häufig politisch geprägten Werke. Hier gab es also nicht nur etwas für die Beine, sondern auch ordentlich Futter für den Kopf.

Besonders beeindruckend ist die Skulptur „Himmel und Hölle“. Das eindringliche Werk erinnert in seiner Darstellung an Michelangelos Pietà: Eine strahlend weiße Madonna sitzt auf einer Munitionskiste und hält einen toten Soldaten in ihren Armen. Die weiße Madonna steht für Reinheit und Liebe, während der tote Soldat die Grauen und verheerenden Folgen des Krieges verkörpert. Ein starkes und berührendes Statement über Krieg, Leid und menschliche Konflikte – eine Skulptur, die man nicht einfach nur anschaut, sondern die unweigerlich zum Nachdenken anregt.

Nach so viel Kunst und Kultur waren wir dann allerdings auch wieder bereit für unsere eigentliche Kernkompetenz: Radfahren!

Also wieder rauf auf die Räder und weiter ging’s! Unsere Route führte uns durch das Gewann Eselsbrunn, vorbei am Deisentaler Kreuz und weiter nach Jöhlingen. Über den Bollenberg ging es schließlich zurück nach Obergrombach und von dort Richtung Helmsheim.

Nach insgesamt rund 45 Kilometern waren wir dem heimischen Ziel schon ziemlich nah. Eigentlich also der perfekte Zeitpunkt, um die Tour gemütlich ausrollen zu lassen.

Eigentlich.

Denn dann kam Thomas’ E-Bike zu einer überraschend klaren Einschätzung unserer Tour: „45 Kilometer? Das reicht jetzt aber auch.“
Kurz vor dem Ziel hatte der Akku am letzten Anstieg nach Helmsheim nämlich keine Lust mehr. Nach rund 45 Kilometern verkündete er sinngemäß: „So, Feierabend! Den Rest schafft ihr auch ohne mich!“ Ausgerechnet auf den letzten Metern war also Schluss mit elektrischer Unterstützung. Thomas musste kurzerhand vom Elektro- auf den Muskelbetrieb umschalten.

Aber mal ehrlich: Wer den Turmberg bezwungen hat, lässt sich doch von einem kleinen leeren Akku nicht mehr beeindrucken! Und so wurde auch der allerletzte Anstieg noch zu einem kleinen Abenteuer – und gleichzeitig zum perfekten humorvollen Schlusspunkt einer rundum gelungenen Tour.

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Caroline, die sich freiwillig der verantwortungsvollen Aufgabe als Schlussfahrerin angenommen und diese wirklich großartig gemeistert hat. Sie behielt stets den Überblick und sorgte zuverlässig dafür, dass niemand verloren ging.
Besonders vorbildlich: Als am letzten Anstieg Thomas’ E-Bike seinen Dienst quittierte und der Berg kurzerhand zu Fuß bezwungen werden musste, blieb Caroline selbstverständlich dabei. So sieht echter Teamgeist aus – vielen Dank, liebe Caroline!

Unsere Tour hat einmal mehr gezeigt, wie wunderbar sich Natur, Kultur, Genuss und Geselligkeit miteinander verbinden lassen. Und am Ende zählen bei unseren gemeinsamen Radtouren eben nicht nur die Kilometer. Es sind die Erlebnisse, die Begegnungen, die kleinen Pannen, die großen Lacher und die Geschichten, die unterwegs entstehen und an die man sich später gerne erinnert.

Ein herzliches Dankeschön an alle 17 Radlerinnen und Radler, die diesen Tag mit ihrer guten Laune, ihrem Teamgeist und ihrer Begeisterung zu etwas ganz Besonderem gemacht haben!

Das offizielle Tour-Ergebnis:

✅ 17 Radlerinnen und Radler

✅ 45 Kilometer

✅ 1 Turmberg

✅ 1 tolle Einkehr

✅ 1 beeindruckender Skulpturengarten

✅ 0 Regentropfen

✅ 1 leerer Akku

✅ unzählige Lacher

✅ jede Menge schöne Momente

Was will man mehr? Na gut … vielleicht beim nächsten Mal einen Akku, der auch die letzten 500 Meter noch mitmacht. Bis dahin gilt: Akkus laden, Räder putzen und gute Laune einpacken – die nächste Tour kann kommen!