Zum 10. Ausritt der Radbande hieß es wieder: 17 Radel-Freunde, 17 Fahrräder und jede Menge Vorfreude auf einen schönen gemeinsamen Ausritt.
Bei strahlendem Sonnenschein versammelte sich die Truppe zum Start am Bahnhof in Helmsheim. Es wurde begrüßt, gelacht und natürlich auch die obligatorischen Bilder geschossen.
Unsere Route führte uns durch sattgrüne Wiesen und goldene Felder – ein herrlicher Start in einen wunderbar warmen Nachmittag. Über Gochsheim ging es entlang des Eschbachs und Börsbachs weiter bis zum idyllischen Metterlinghof. Dort wartete unser eigentliches Zwischenziel: das Heitlinger Zeltcafé.
Und spätestens hier zeigte sich, dass Radfahren und Essen eine geradezu perfekte Kombination sind. Die Auswahl war groß und die Radbande hatte ordentlich Hunger mitgebracht. Während sich einige über hausgemachte Kuchen und Torten hermachten, entschieden sich andere für die herzhaftere Variante: Currywurst mit Pommes, Schnitzel und allerlei andere deftige Leckereien.
Schließlich muss man nach einer ordentlichen Radtour ja auch wieder zu Kräften kommen. Und wer behauptet, Currywurst mit Pommes oder Zwetschgenkuchen mit Sahne seien keine Bestandteile einer ausgewogenen Sporternährung, war vermutlich noch nie mit der Radbande unterwegs.
Auch preislich konnte man nicht meckern: Latte Macchiato plus ein riesiges Stück Torte für 6 Euro – da fiel die Entscheidung für eine kulinarische Belohnung natürlich besonders leicht.
Frisch gestärkt – bei manchen eher frisch beschwert – schwangen wir uns wieder auf die Räder.
Über Menzingen, die Weierbachsiedlung und Münzesheim führte uns der Weg schließlich durch den Wald zurück Richtung Heimat.
Besonders gefreut haben wir uns diesmal über unseren Gastradler Walter aus Forst. Walter hat sich hervorragend in die Radbande eingefügt und die Tour mit Bravour gemeistert.
Wir hoffen sehr, dass ihm die gemeinsame Ausfahrt genauso viel Spaß gemacht hat wie uns und wir ihn bei unseren nächsten Touren noch öfter in unserer Runde begrüßen dürfen. Denn gute Mitradler kann man schließlich nie genug haben!
Und dann war da noch Jürgen …
Jürgen hatte diesmal die ehrenvolle Aufgabe des Schlussfahrers übernommen. Und diese Aufgabe erfüllte er großartig: zuverlässig, aufmerksam und immer mit einem Auge auf die Gruppe gerichtet.
Allerdings hatte Jürgens Fahrrad offenbar beschlossen, seinen eigenen Beitrag zur Unterhaltung zu leisten – beziehungsweise genauer gesagt: seine Vorderradbremse.
Die hatte offenbar keine Lust auf sportliche Höchstleistungen und beschloss kurzerhand, einfach zu bleiben, wie sie war: ZU.
Daraus entwickelte sie sich zur mobilen Heizung – heiß, quietschend und mit deutlichem Mitteilungsbedürfnis.
Doch Jürgen ließ sich davon nicht beeindrucken. Unermüdlich kämpfte er gegen den stetigen Widerstand an und fuhr einfach weiter – als würde er nicht gegen eine festsitzende Bremse, sondern gegen einen besonders hartnäckigen Gegenwind antreten.
Die Bremse hatte offenbar ihren ganz eigenen Tourplan – und der lautete: „Ich bleibe zu, komme, was wolle!“
Und trotzdem blieb Jürgen seinem Auftrag treu: Schlussmann bleiben, Gruppe zusammenhalten und sich von einer widerspenstigen Vorderradbremse nicht unterkriegen lassen.
Damit hat Jürgen nicht nur seine Aufgabe als Schlussfahrer hervorragend erfüllt, sondern uns auch noch eine der besten Geschichten dieser Tour beschert.
Danke, lieber Jürgen! Für deinen großartigen Einsatz und deinen Kampfgeist. Du hast eindrucksvoll bewiesen: Auch mit angezogener Handbremse kann man eine Radtour erfolgreich zu Ende bringen!
So wurde aus unserem 10. Ausritt der Radbande wieder einmal ein rundum gelungener Nachmittag: 17 Radel-Freunde, schöne Landschaft, gutes Essen, viel Gelächter – und eine Vorderradbremse, die definitiv ihren eigenen Kopf hatte.
Strahlende Sonne, Currywurst im Bauch und ein Lächeln im Gesicht – so lieben wir unsere Touren!
Auf die nächsten Ausritte, die nächsten Abenteuer und natürlich die nächsten kulinarischen Zwischenstopps!

