Was für ein herrlicher Tag! Unsere traditionelle Rhein-Radtour hat wieder einmal gezeigt, warum dieser Klassiker zu unseren absoluten Favoriten gehört: Rund 70 Kilometer, 17 Radlerinnen und Radler, strahlender Sonnenschein, beste Laune – und natürlich die eine oder andere kleine Überraschung.
Kurz gesagt: Es war alles dabei, was eine gute Radtour braucht – schöne Landschaft, nette Gespräche, leckeres Essen, ein paar kleine Navigationsabenteuer und jede Menge Grund zum Lachen.
Ein besonderer Höhepunkt war unser Gast-Radler: Herzlich willkommen, lieber Thomas! Als überzeugter Bio-Biker bewies er gleich bei seiner ersten Tour, was in ihm steckt. Alle Steigungen meisterte er mit Bravour – und das ganz ohne elektrische Unterstützung! Respekt, Thomas! Damit hast du deine Aufnahmeprüfung in die Radbande eindeutig bestanden. Beim nächsten Mal wissen wir: Wenn es bergauf geht, können wir auf dich zählen!
Ein ganz großes Dankeschön geht an unsere Schlussfahrerin Steffi! Sie hat sich freiwillig dazu bereit erklärt, diesen wichtigen Job zu übernehmen – und sie hat ihn ganz großartig gemacht! Mit viel Ruhe und Aufmerksamkeit hatte sie stets die gesamte Truppe im Blick und sorgte dafür, dass niemand unterwegs verloren ging. Bei 17 Radlerinnen und Radlern ist das schließlich keine ganz kleine Aufgabe! Und ganz nebenbei hatte Steffi offenbar auch noch ein besonderes Auge auf die Tourenleitung. Denn wenn ich mal wieder so tief in ein interessantes Gespräch vertieft war, dass ich eine Abzweigung verpasst hatte, war auf Steffi Verlass: Sie hatte nicht nur die Gruppe im Blick, sondern auch mich – und sorgte freundlich dafür, dass ich wieder auf den richtigen Weg zurückfand. Man könnte also sagen: Steffi war nicht nur unsere Schlussfahrerin, sondern zeitweise auch mein persönliches Navigations-Backup.
Liebe Steffi, vielen herzlichen Dank für deinen Einsatz, deine Aufmerksamkeit und dafür, dass du so zuverlässig dafür gesorgt hast, dass unsere Radbande immer komplett blieb! Mit dir im Rücken konnte die Tourenleitung auch mal vorneweg ein bisschen träumen.
Der etwas holprige Start: Los ging’s in Helmsheim – zumindest theoretisch.
Klaus und Doris hatten die Einladung offenbar besonders gründlich gelesen und warteten brav am Bahnhof auf uns. Währenddessen standen wir ebenso brav auf dem Schulhof der Grundschule und hielten dort nach den beiden Ausschau. So standen schließlich zwei Gruppen da, die beide überzeugt waren, am richtigen Treffpunkt zu sein – nur leider an zwei verschiedenen Orten. Nach einem kurzen Telefonat und einigen fragenden Blicken war das Rätsel gelöst und die Mannschaft konnte sich endlich zur historischen Wiedervereinigung treffen.
Mit leichter Verspätung, aber bereits bestens unterhalten, konnte es nun wirklich losgehen.
An dieser Stelle müssen wir allerdings unbedingt noch unsere vier geduldigen „Außenposten“ erwähnen: Miriam und Thomas warteten in Untergrombach, während Margit und Fritz in Büchenau auf unsere Ankunft hofften. Miriam konnten wir wenigstens telefonisch über unsere kleine Startverzögerung informieren. Bei Fritz gestaltete sich die Kontaktaufnahme etwas schwieriger. Denn Fritz hat – wie er mir persönlich bestätigt hat – feste Telefonzeiten. Und außerhalb dieser Zeiten bleibt das Telefon konsequent unbeachtet. Also blieb nur die Hoffnung, dass die beiden noch da wären, wenn wir endlich eintrudelten.
Umso größer unser Dank an Miriam, Thomas, Margit und Fritz, die geduldig auf uns gewartet haben und unsere kleine Startverzögerung mit Humor genommen haben. Vier Menschen, die bewiesen haben: Bei einer Radtour braucht man nicht nur gute Beine, sondern manchmal auch eine gehörige Portion Geduld!
Bei sonnigem, allerdings noch ziemlich frischem Wetter starteten zunächst 13 motivierte Radlerinnen und Radler in Helmsheim. Kaum waren wir unterwegs, gab es bereits den ersten kleinen Irrweg. Inge nahm kurzzeitig eine etwas andere Interpretation unserer geplanten Strecke unter die Räder. Für einen Moment wurde aus einer Radgruppe eine kleine und eine noch kleinere Gruppe – aber natürlich fanden alle wieder zusammen. Der Titel unserer Tour war damit schon nach wenigen Kilometern Programm: Rhein, Räder & kleine Irrwege!
Über Obergrombach ging es nach Untergrombach und Büchenau, wo wir schließlich unsere vier weiteren Radler einsammelten. Damit war die Truppe mit stolzen 17 Radlerinnen und Radlern komplett.
Nun konnte die Radbande gemeinsam weiterziehen – und schon wartete die nächste kleine Überraschung auf uns. In Staffort stellte uns eine Baustelle auf dem Radweg vor die nächste Herausforderung. Loser Sand und Schotter machten das Vorankommen nicht gerade zum Vergnügen. Doch wir ließen uns nicht beirren und kämpften uns tapfer hindurch. Als sich schließlich eine trockene Wiese als durchaus attraktive Alternative erwies, wurde kurzerhand umdisponiert. Schließlich sind wir eine flexible Radgruppe: Wenn der Radweg nicht mehr will, nehmen wir eben die Wiese!
Vorbei an Schloss Stutensee und durch den Wald hinter dem KIT-Campus führte unser Weg weiter in Richtung Linkenheim-Hochstetten. Unser Ziel war der Rhein – doch bis dahin wollten erst einmal einige Kilometer bewältigt werden.
Ganz ins Gespräch mit Thomas vertieft, passierte dann etwas, womit vermutlich niemand gerechnet hatte: Die Tourenleitung verpasste die richtige Abzweigung. Nach all den Jahren akribischer Streckenplanung war damit endgültig bewiesen: Auch eine Tourenleitung darf gelegentlich feststellen, dass GPS, Karte und Realität drei verschiedene Dinge sein können. Die Gruppe nahm den kleinen Umweg natürlich mit Humor. Und Steffi hatte – wie bereits erwähnt – natürlich auch die Tourenleitung im Blick. Nach ein paar Metern zurück zur richtigen Abzweigung war der kleine Navigationsausflug auch schon wieder beendet – und die Tourenleitung zumindest teilweise rehabilitiert.
Am wunderschönen Linkenheimer Baggersee mit seinem Sandstrand legten wir eine wohlverdiente Verschnaufpause ein. Räder abstellen, Wasserflaschen heraus, tief durchatmen und kurz prüfen, ob tatsächlich noch alle 17 dabei waren. Ergebnis: Ja!
Natürlich durfte auch eine kleine Fotosession am Strand nicht fehlen. Aus der einfachen Pause wurde kurzerhand ein perfekter Fotostopp mit Sand, Sonnenschein und bestens gelaunter Radbande.
Das nächste große Highlight erwartete uns in Leopoldshafen: das Restaurant „Rheinblick“. Direkt am Rhein gelegen, lockten leckeres Essen, kühle Getränke und eine Aussicht, die man am liebsten gleich ins Fahrradgepäck gepackt hätte. Obwohl dort ordentlich Betrieb herrschte, fanden wir glücklicherweise ein schattiges Plätzchen für die gesamte Radbande. So konnten wir uns gemeinsam stärken, abkühlen und das Rheinpanorama genießen – ganz ohne Sonnenstich und mit bester Aussicht. Nach so vielen Kilometern schmeckte natürlich alles gleich doppelt so gut. Und auch die Getränke waren plötzlich besonders erfrischend. Die Stimmung war bestens – schließlich hatten wir den wichtigsten Teil des Tages erfolgreich absolviert: Essen!
Eine Rheinüberquerung war an diesem Tag ohnehin nicht geplant. Und selbst wenn wir auf die Idee gekommen wären: Die Rheinfähre „Peter Pan“ hatte wegen des niedrigen Wasserstands ihren Betrieb eingestellt. Offenbar war also sogar der Rhein der Meinung, dass wir lieber auf unserer Seite bleiben und erst einmal gemütlich essen sollten.
Gut gestärkt und bestens gelaunt ging es über die Insel Rott, durch die Felder bei Graben-Neudorf und anschließend durch den Wald. Bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher führte die Strecke am Sieben-Erlen-See vorbei weiter Richtung Karlsdorf. Von dort radelten wir über Bruchsal und die Langentalsiedlung schließlich zurück nach Helmsheim. Und irgendwann war es tatsächlich geschafft: 70 Kilometer! 17 Radlerinnen und Radler, unzählige Gespräche, viel Gelächter, wunderschöne Landschaften, kleine Abenteuer und erstaunlich wenige Beschwerden über die Beine.
Fazit: Unsere Rhein-Radtour war wieder einmal ein voller Erfolg!
Es war eine Tour mit allem, was dazugehört: einem Treffpunkt-Rätsel zum Auftakt, kleinen Navigationsabenteuern, Baustellen, Sand und Schotter, einer spontanen Wiesenpassage, einem kleinen Umweg der Tourenleitung, viel Sonne, leckerem Essen und natürlich jeder Menge guter Laune.
Und genau das macht unsere Radbande aus: Wir haben immer einen Plan, wir kennen die Strecke – der Rest ergibt sich unterwegs.
Hauptsache, wir bleiben zusammen, helfen einander, kommen wohlbehalten an und haben ordentlich was zu lachen!
Ein ganz großes Dankeschön an alle, die dabei waren und diesen Tag so besonders gemacht haben.

