Mit Humor und Muskelkraft – Die Radbande „Genussfahren“ startet in die Saison 2026

Mit Humor und Muskelkraft – Die Radbande „Genussfahren“ startet in die Saison 2026

Startpunkt unseres ersten Abenteuers in diesem Jahr war – wie es sich für wahre Radlegenden gehört – der Schulhof in Helmsheim. Schon beim Treffen war klar: Heute wird nicht nur geradelt, heute wird genossen – und zwar nicht kulinarisch, sondern „frische Luft, Landschaft und Bewegung“. Während noch der eine oder andere den Reifendruck prüfte (oder zumindest so tat, als ob), wurde bereits diskutiert, ob die Strecke eher sportlich oder eher „genussorientiert mit mehreren strategischen Pausen“ gefahren wird.

Vom Schulhof rollten wir gemütlich Richtung Golfplatz. Dort zeigte sich sofort der erste Unterschied zwischen Golfern und Radfahrern: Die Golfer versuchen verzweifelt, einen kleinen Ball in ein Loch zu bekommen – wir hingegen versuchen verzweifelt, unsere Gruppe zusammenzuhalten.

Weiter ging es am Bundeswehrgelände vorbei. Einige von uns überlegten kurz, ob sie sich dort anmelden sollten – schließlich könnten sie sicher Leute gebrauchen, die strategische Pausen perfekt planen und Verpflegung taktisch optimal einteilen können.

Bis Obergrombach lief alles rund. Punktgenau trafen wir dort eine weitere Radlerin aus Untergrombach. Doch spätestens Richtung Jöhlingen zeigte sich das typische Gruppenphänomen: Vorne wurde sportlich gefahren, hinten wurde über Kuchenrezepte und Fahrradakkus diskutiert.

In Wössingen angekommen hatte sich die Gruppe bereits in drei Kategorien aufgeteilt: die Schnellen, die Gemütlichen und die, die behaupteten, sie hätten sich nur kurz verfahren oder seien „mal eben“ pinkeln gewesen.

Nach einem strategischen Halt hinter Wössingen beobachteten wir Alpakas beim Fressen. Als sie uns entdeckten, begannen sie sich gegenseitig zu jagen und zu beißen – vermutlich, um uns zu zeigen, wie gefährlich sie eigentlich sind.

Unsere Gruppe war wieder vereint, und weiter ging es über Dürrenbüchig Richtung Rinklingen. Dort behaupteten plötzlich einige, sie müssten unbedingt etwas trinken – rein sportmedizinisch natürlich. Hydration ist schließlich wichtig.

In Diedelsheim rollte der Tross wieder halbwegs zusammen, bevor wir Gondelsheim erreichten. Spätestens hier war klar: Die „Genussfahren“-Philosophie wird ernst genommen. Geschwindigkeit ist relativ – guter Humor dagegen Pflicht.

Am Gondelsheimer Schloss vorbei ging es schließlich zurück Richtung Helmsheim. Die letzten Kilometer wurden mit der Energie gefahren, die man nur hat, wenn man weiß: Gleich ist man wieder zu Hause und kann erzählen, wie unglaublich anstrengend diese Tour war.

An der Straußenfarm angekommen waren sich alle einig: Die Strecke war perfekt, die Stimmung hervorragend und die Motivation für die nächste Fahrt auf dem Höhepunkt.

Fazit des Tages: Viele Kilometer, viele Lacher und der feste Entschluss, bald wieder gemeinsam loszuradeln. Denn eines ist sicher: Mit der Radbande „Genussfahren“ ist der Weg das Ziel – und manchmal auch die Pause dazwischen.