Das Wochenende versprach wieder Temperaturen jenseits der 30 Grad – Radeln im Backofen? Lieber nicht! Deshalb sattelten wir schon am Freitag unsere Räder. Bei angenehmen 28 Grad, leichtem Wind und ein paar freundlichen Wölkchen herrschte perfektes Radelwetter!
Unser Treffpunkt: der Bahnhof in Helmsheim. Die Laune war bestens, Sonnencreme war aufgetragen, die Wasserflaschen waren prall gefüllt und die Vorfreude spürbar groß. Eine ganz besondere Freude war, dass Inge, Christel und Elke nach gefühlt einer Ewigkeit endlich mal wieder mit uns auf Tour gegangen sind! Wie schön, euch drei wieder in unserer Runde zu haben – herzlich willkommen zurück! Gemeinsam konnte unser Sommerabenteuer nun beginnen. Also: Helm auf, Räder startklar – und schon sausten wir los!
Gemütlich rollten wir Richtung Gondelsheim – flach, entspannt und perfekt zum Warmradeln, Quatschen und für erste Gedanken an eine wohlverdiente Pause.
Hinter Gondelsheim tauchten wir ein ins Waldstück „Hinter Wald“ – eine kühle, grüne Oase, in der das Sonnenlicht wie Glitzerpunkte durch das Blätterdach tanzte. Es roch nach Sommer und Abenteuer. Die Stimmung? Locker, fröhlich und einfach schön – Naturkino live!
Eine kleine Pause machten wir – wie immer auf dieser Route – am Waldrand bei Dürrenbüchig. Von hier aus hatten wir einen schönen Blick auf das Zementwerk in Wössingen. Und weil wir bekanntlich auch über uns selbst und unsere Landschaft lachen können, nennen wir es liebevoll unser „Schloss Neuschwanstein von Wössingen“. Aus der Ferne kann das Zementwerk seinen rauen, von Staub und Stahl geprägten Industrie-Look ganz gut verbergen – und mit ein bisschen Fantasie wird daraus tatsächlich ein kleines Märchenschloss. Und mal ehrlich: So finden wir es doch gleich viel schöner und romantischer!
Über den „Ewigen Weg“, der seinem Namen alle Ehre machte und sich wunderschön durch die Landschaft schlängelte, ging es vorbei an Wössingen und durch Binsheim Richtung Obergrombach. Mit jedem Tritt kamen wir unserem Ziel ein Stück näher.
Und dann war er da: der Michaelsberg.
Mit 268,8 Metern ist er zwar kein Alpenriese – aber unsere Beine hatten dazu durchaus eine eigene Meinung. Am Fuße des Berges stieß Miriam zu uns, um den Anstieg gemeinsam mit uns in Angriff zu nehmen. Gemeinsam ging es also bergauf: Gang runter, durchatmen, einander anfeuern … und dann standen wir oben!
Belohnt wurden wir mit einer Aussicht zum Dahinschmelzen und einem herrlich erfrischenden Lüftchen. Doch dann gab es oben noch eine ganz besondere Überraschung: Doris wartete völlig unerwartet auf uns!
Ihr Fahrrad hatte leider den Dienst quittiert, sodass sie ihre Teilnahme an unserer Tour schweren Herzens absagen musste. Aber Doris wäre nicht Doris, wenn sie nicht noch eine gute Idee gehabt hätte! Kurzerhand wurde das Klappfahrrad, das normalerweise gemütlich im Wohnmobil mitfährt, aktiviert – und los ging es zum Michaelsberg. Was für eine tolle Überraschung! Als sie plötzlich vor uns stand, war die Freude natürlich riesengroß.
Und als wäre das noch nicht genug, wartete oben gleich der nächste besondere Moment auf uns: Drei Tage zuvor hatte Günter Geburtstag! Wir stießen mit kühlem Sekt auf ihn an, sangen ihm ein Ständchen und machten den Michaelsberg kurzerhand zur Gipfel-Lounge.
Vor der Kapelle, auf den trockenen Wiesen und im wohltuenden Schatten ließ es sich bei warmem Sommerwind wunderbar feiern. Unsere lieben Mädels hatten so viele leckere Sachen mitgebracht, dass aus der Gipfelpause kurzerhand ein kleines Geburtstags-Picknick wurde.
Ein riesengroßes Dankeschön an euch, ihr Lieben, für all die Köstlichkeiten und dafür, dass ihr diesen besonderen Moment so schön gemacht habt! Ihr habt damit nicht nur unsere Bäuche, sondern auch unsere Herzen glücklich gemacht.
Es wurde gegessen, angestoßen, gelacht und geplaudert – ein rundum fröhlicher und gemütlicher Halt, der sich fast wie eine kleine Sommerparty auf dem Berg anfühlte.
Frisch gestärkt und mit bester Laune ging es wieder zurück. Der Rückenwind tat sein Übriges und zauberte uns ein Grinsen ins Gesicht, das kaum unter den Helm passen wollte. Über das Bundeswehrgelände rollten wir schließlich wieder Richtung Heimat – mit roten Wangen, leicht beschwipst, viel Gekicher, aber rundum zufriedenen Gesichtern und vielen schönen Eindrücken im Gepäck.
Und wieder einmal zeigte sich: Genau so fühlt sich ein richtig guter Sommertag an!
Ein ganz herzliches Dankeschön geht auch an Evi! Sie war auf dieser Tour unsere Schlussfahrerin und hat ihre Aufgabe großartig gemeistert – aufmerksam, hilfsbereit und immer mit einem Lächeln. Besonders viel Freude hatte sie dabei mit ihrem Walkie-Talkie – da wurde fleißig gefunkt und der Überblick behalten. Es war einfach beruhigend zu wissen, dass mit ihr eine so zuverlässige „letzte Frau“ im Feld unterwegs war und hinten alles im Griff hatte.
Fazit: Traumwetter, tolle Strecke, großartige Truppe – so macht Radfahren Spaß!

