Zehn Radler und ein Mammutbaum

Zehn Radler und ein Mammutbaum

Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und zehn gut gelaunte Radler – was will man mehr? Wir trafen uns am Bahnhof in Helmsheim, um endlich nachzuholen, was wir uns für diesen Sommer vorgenommen hatten: unseren längst überfälligen Besuch bei unserem Freund, dem Mammutbaum in Grötzingen. Gut gelaunt ging es los.

Unsere Route führte uns über Gondelsheim, Diedelsheim, Rinklingen, Dürrenbüchig, Wössingen, Wöschbach und Berghausen nach Grötzingen. Dort führte unser Weg entlang der Pfinz – und für viele aus unserer Gruppe gab es eine echte Überraschung. Diese idyllische Flusslandschaft war den meisten von uns noch völlig unbekannt. Großes Staunen machte sich breit: So grün, ruhig und idyllisch – und das mitten in Grötzingen! Entspannt radelten wir am Wasser entlang und ließen die besondere Atmosphäre auf uns wirken. Ein kleines Naturparadies, das man mitten in der Stadt kaum erwarten würde.

Endlich wieder beim Mammutbaum! Und da stand er – unser großer grüner Freund, majestätisch wie eh und je und scheinbar ganz froh, uns endlich wiederzusehen.
Beim Anblick des gewaltigen Baumes fühlten wir uns doch ziemlich klein. Ein wahrer Riese! Da mussten selbst wir erst einmal ordentlich nach oben schauen. Am Baum trafen wir außerdem einen echten Ur-Heidelsheimer, der inzwischen in Grötzingen wohnt – natürlich nicht allein, sondern mit seinem Hund. Kurzerhand wurde er zum Gruppenfotografen befördert und hielt unsere zehnköpfige Truppe gemeinsam mit unserem großen Freund im Bild fest.

Und dann war da noch Günter …

Günter hatte diesmal den Schlussdienst übernommen – bewaffnet mit Walkie-Talkie und offenbar großer Freude am Funken. Doch in Berghausen verfuhren wir uns kurz, und plötzlich war Schluss mit Schlussfahrer: Günter wurde vom Hintermann zum Vordermann befördert! Also hieß es: Funkgerät schnappen, vorfahren und den Weg weisen. Günter – erst Schlussfahrer, dann Einsatzleiter! Danke, lieber Günter – für Funk, Führung und jede Menge Unterhaltung. Du warst unser Mann für alle Fälle!

Und natürlich darf Evi nicht unerwähnt bleiben!

Während andere einfach ins Geschäft gehen und einen Getränkehalter kaufen, dachte sich Evi offenbar: „Das kann ich doch auch selbst!“ Also häkelte sie sich kurzerhand einen Getränkehalter passend zur Farbe ihres Fahrrads – mit viel Liebe gemacht und natürlich ein echtes Unikat. Wir finden das großartig! Schließlich hätte sie es auch einfacher haben können – kaufen, dranmachen, fertig. Evi beweist: Warum kaufen, wenn man es selbst noch schöner machen kann?

Dafür gibt’s von uns eindeutig den Kreativpreis der Tour!

Nach unserem Mammutbaum-Besuch ging es weiter, vorbei am Grötzinger Baggersee, durch Weingarten und entlang des idyllischen Walzbachs. Wir genossen die Ruhe, die Natur und weiterhin das herrliche Wetter. Nach all den Kilometern war schließlich klar: Jetzt hatten wir uns eine Stärkung redlich verdient! Unser Ziel war das Backhaus im Sallenbusch. Dort ließen wir den schönen Radel-Tag gemütlich bei leckerem Essen, kühlen Getränken und angeregten Gesprächen ausklingen.

Was für eine schöne Tour!

Sonnenschein, angenehme Temperaturen, eine abwechslungsreiche Strecke, die überraschend idyllische Pfinzlandschaft, unser Wiedersehen mit dem Mammutbaum, eine nette Zufallsbekanntschaft und natürlich Günter, der vom Schlussfahrer plötzlich zum Anführer wurde. So macht Radeln Spaß!

Und eines haben wir wieder einmal festgestellt: Man muss gar nicht weit fahren, um Neues zu entdecken – manchmal liegt das kleine Paradies direkt vor der Haustür. Danke an alle, die dabei waren – und auf zur nächsten Tour!